Digi­ta­le Stadtführung

In dieser digitalen Stadtführung möchten wir Ihnen die Sehenswürdigkeiten Weißenstadts, ihre Geschichte und Besonderheiten vorstellen.

Übersicht der Standorte

  1. His­to­ri­sche Alt­stadt mit Marktplatz
  2. Evan­ge­li­sche Stadt­kir­che St. Jakobus
  3. Die Bum­mel­hen­ker
  4. His­to­ri­sche Scheunenreihen
  5. His­to­ri­scher Kurpark
  6. Fried­hofs­kir­che Hei­li­ge Dreifaltigkeit
  7. Fel­sen­kel­ler Bad Weißenstadt
  8. Wei­ßen­städ­ter See
  9. Berg­kris­tall Geschichte
  10. Ehren­hain mit Kriegerdenkmal
  11. Katho­li­sche Kir­che St. Maria Immaculata

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Marktplatz Weißenstadt

His­to­ri­sche Alt­stadt mit Marktplatz

Modernes Bad Weißenstadt – altes Bad Weißenstadt. Was wäre das eine ohne das andere! Bad Weißenstadt ist reich an Schätzen der Vergangenheit.

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Die historische Stadt Weißenstadt im Herzen des sagenhaften Fichtelgebirges liegt auf einer Höhe von 630 Meter und erschien erstmals 1299 urkundlich als Weißenkirchen. Dieser ursprüngliche Name kam von der Farbe der geweißten Kirchenaußenwand und dem hellen in der Sonne strahlenden Zinkdach. In den Archivalien gehörte Weißenstadt zum Herrschaftsbereich der nahegelegenen Burg Rudolfstein. Mit der Erhebung zur Stadt im Jahre 1348 durch die Burggrafen von Nürnberg änderte sich der Ortsname in die heutige Bezeichnung. Als Teil der Markgrafschaft Bayreuth gelangte Weißenstadt 1792 zum Königreich Preußen und 1810 zum Königreich Bayern. Weißenstadt ist eingebettet im Tal der Eger und zeichnet sich durch seine romantischen Straßenzeilen, einzigartigen Felsenkellern und historischen Scheunenreihen aus.

Innenraum der Stadtkirche Weißenstadt

Evan­ge­li­sche Stadt­kir­che St. Jakobus

Die Evangelische Stadtkirche St. Jakobus ist schon sehr alt. Sie liegt zentral am Marktplatz von Weißenstadt.

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Die Stadtkirche St. Jakobus ist schon sehr alt. Ursprünglich war es eine Marienkirche. Man vermutet, dass sie von Zisterziensern erbaut als romanische Basilika war. Erst später im frühen 16. Jahrhundert gab es bauliche Veränderungen. Beim großen Stadtbrand 1823 wurde sie weitgehend zerstört. Nur die Mauern blieben stehen. Am Reformationstag 1827 konnte die Kirche wieder eingeweiht werden. Seitdem wird der weite Innenraum durch die seitlichen, vorne elegant angerundeten Doppel-Emporen bestimmt. Der Kanzelaltar ist im spätklassizistischen Stil 1827 bis 1830 von dem Wunsiedler Schreiner Johann Adam Opel aus Holz ausgeführt. Heute nimmt ein Streckenabschnitt des Jakobswegs hier seinen Anfang. Vorbei an der Gottesackerkirche, die vom Brand verschont blieb und deren Barock-Einrichtung erhalten ist. Die Stadtkirche ist ein stattlicher spätgotisch wirkender Gewölbebau mit edlem spätklassizistischem Innenraum. Das in vorreformatorischer Zeit als Marienkirche bekannte Gotteshaus wurde nach seiner Erweiterung Anfang des 16. Jahrhunderts Jakobskirche genannt. Nur Chor und der 39 Meter hohe Turm aus Bruchsteinmauerwerk gehen auf die Spätgotik um 1518 zurück. Das Langhaus geht in seinen unteren Mauerteilen auf die romanische Zeit zurück. Seine gotisierenden Strebepfeiler wurden 1716 neu erbaut. Bald nachher wurden die Mauern höher geführt und durch ein Barockgewölbe geschlossen. Eine kunstgeschichtliche Besonderheit stellt das am Altar stehende Kristallkreuz aus den 1950er Jahren von Professor Dr. Hermann Jünger aus München dar, das mit 24 Weißenstädter Bergkristallen verziert ist. Das Lutherbild des berühmten Künstlers Christoph Letzel prägt den protestantischen Kirchenraum. Eine neobarocke Orgel mit musizierenden Engeln und hohen Zollanwappen aus dem Jahr 1891 vom namhaften Orgelbauer G. F. Steinmeyer aus Öttingen. Sehenswert sind außerdem der neugotische Taufstein aus dem Jahr 1860 (gestiftet von Erhard Ackermann), das große Holzkruzifix aus dem 16. Jahrhundert und Figuren des auferstandenen Christus sowie des Namenspatrons Jakobus.

Der Weißenstädter Bummel

Die Bum­mel­hen­ker

Als Bummelhenker sind die Weißenstädter Bürger bekannt. Dieser Name geht auf eine berühmte Sage des Fichtelgebirges zurück.

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Als Bummelhenker sind die Weißenstädter Bürger bekannt. Die Geschichte dazu trug sich wie folgt zu: Der Weißenstädter Kirchturm hatte verschiedene Vorsprünge. Auf dem unteren, der besonders breit war, wuchs im Sommer Gras. Ebenso auf der Stadtmauer, die die Stadt umringte. Der Bürgermeister als sparsamer Mensch wollte das Gras nicht ungenutzt verdorren lassen. Nachdem verschiedene andere Vorschläge abgelehnt wurden, einigte man sich, den kleinen Gemeindestier abweiden zu lassen. So wurde ein Seil von der Mauer herabgelassen und das Tier damit hochgezogen. Als es durch den Schreck getröstet seine Zunge herausstreckte, meinten alle, dass es das Gras schon erschmeckt habe. Sie brachten aber den Kopf des Stiers nicht über den Absatz und ließen das Tier endlich wieder herab. Als man es genau ansah, war es tot. Die Bürger freuten sich, dass sie nicht den großen Gemeindestier hinaufgezogen hatten. So kamen die Weißenstädter zu dem Spitznamen Bummelhenker. (Auszug aus dem Weißenstädter Heimatbuch von Georg Kraus)

Scheunenreihen Weißenstadt

His­to­ri­sche Scheunenreihen

Die Historischen Scheunenreihen in Weißenstadt sind eine städtebauliche Besonderheit. Sie entstanden im 19. Jahrhundert.

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Die historischen Scheunenreihen sind eine städtebauliche Besonderheit, die unter Denkmalschutz stehen. Aus Brandschutzgründen erfolgte nach dem verheerenden Stadtbrand von 1823 die Auslagerung der Scheunen aus der Stadt. Diese Scheunenreihen am Rande der Altstadt prägen noch heute das Ortsbild von Weißenstadt. Die meist sehr schlichten Scheunen wirken durch die Reihung mehrerer Baukörper mit durchgehender Traufe und Firstlinie sehr beeindruckend aufgrund ihrer Dimension und Massivität. Dunkle Schieferdächer, zum Teil Brockenmauerwerk und Torbögen mit dekorativen Granitrahmen prägen den Altstadtrand.

Historische Ruinen im Kurpark Weissenstadt

His­to­ri­scher Kurpark

Der Historische Kurpark ist ein ganz besonderes Projekt, das auf dem Gelände eines ehemaligen Steinverarbeitungsbetriebes geschaffen wurde.

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Der historische Kurpark ist ein ganz besonderes Kunstprojekt, das auf dem Gelände eines ehemaligen Steinverarbeitungsbetriebes geschaffen wurde. Am westlichen Ufer des Weißenstädter Sees wurde im Jahr 1994 der historische Kurpark von Weißenstadt angelegt. Zwischen den Ruinen der ehemaligen Steinschleiferei sind naturnah gestaltete Blumen- und Pflanzenanlagen integriert. Erhard Ackermann (geboren 8. August 1813, gestorben 9. Januar 1880) ist der berühmteste Sohn der Stadt. Dank seiner Erfindungsgabe entwickelte er eine besondere Technik, um den harten Granitstein zu schleifen, und galt als Erfinder der industriellen Hartsteinschleifkunst. 1867 baute er in Weißenstadt am Rande der Eger einen gigantischen Granitschleifereibetrieb auf. In seiner Firma wurden ab dem 19. Jahrhundert bis in die Neuzeit sagenhaft kunstvoll geschliffene Säulen und imposante Denkmäler geschaffen, die in vielen Ländern der Welt ihre Bestimmung fanden. Über einen eigenen Bahnanschluss eroberte der Weißenstädter Granit die ganze Welt. Granit aus Weißenstadt ist eine begehrte Besonderheit. Später wurde der Betrieb unter dem Namen Grasyma weitergeführt (Granit, Syenit und Marmor). Zum Gedenken an den Ehrenbürger Erhard Ackermann steht inmitten des Kurparks eine Büste (Ochsenkopf-Porträt) aus den Händen des Bildhauers Wolfgang Steffan. Sein Geburtshaus befindet sich direkt am Weißenstädter Marktplatz, Haus Nummer 5, in dem sich heute ein Antiquariat und Kunsthaus befindet. Es ist mit einer kleinen Gedenktafel gekennzeichnet. Heute ist der historische Kurpark ein Ort der Erholung und bietet Platz für Rückzug und eine kleine Auszeit vom Alltag. An Fitnessgeräten und Ruheliegen, im Kneippbecken und unter den großen Bäumen fördern Besucher ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Zudem können sie heimische Kräuter und ihre Heilwirkungen entdecken und sich zwischen den historischen Ruinen über die Geschichte und Bedeutung der Gesteinsarten im Fichtelgebirge und deren Verarbeitung informieren. Auf zwölf informativ gestalteten Stelen („Granit im Fichtelgebirge“ des Geoparks Bayern-Böhmen) werden die unterschiedlichen Aspekte des Granits dargestellt – von der Entstehung bis zur Veredelung seiner Oberflächen. Alles ist ganzjährig frei zugänglich. In den kunstvoll erhaltenen Ruinen finden über das Jahr verteilt Märkte wie der Frühlingssauber, der Seesauber und der traditionelle Weihnachtsmarkt statt. Im August organisiert der Förderverein für einen Kinder- und Jugend-Event das Rockfestival „Rock for Ruins“ im Kurpark mit Konzerten von Rockbands aus aller Welt. Ein großzügiges Kneipp-Trittbecken, verschiedene Fitnessgeräte sowie Ruheliegen aus Holz laden zum Aktivwerden und ebenso zum Ruhen ein. In einer lauschigen Ecke findet man eine fabelhafte Kräuterschnake, die einen heilsamen Impuls zum Kennenlernen der gesunden Naturkräuterwelt setzt. Für alle Sinne – zum Sehen, Fühlen, Schmecken, Riechen und Lauschen der aktiven Natur in diesem kleinen Rückzugsort. Der Park lädt alle ein, ob alt oder jung, vielleicht auch nur auf einen Sprung. Lassen Sie sich verzaubern. Hier schmiegt sich die Natur liebevoll an unsere traditionelle Industriegeschichte.

Außenansicht der Friedhofskirche Weißenstadt

Fried­hofs­kir­che Hei­li­ge Dreifaltigkeit

Die Friedhofskirche „Heilige Dreifaltigkeit“ entstand wohl vor 1581. Ihr barocker Stil ist von Gotik und Spätrenaissance beeinflusst.

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Die Friedhofskirche „Heilige Dreifaltigkeit“ entstand wohl vor 1581. Ihr barocker Stil ist von Gotik und Spätrenaissance beeinflusst. Das zweite evangelische Gotteshaus in Weißenstadt ist durch seinen Reichtum an geschichtlichen Erinnerungen ein besonderes Denkmal des Ortes. In den Jahren 1700–1708 wurde sie wegen Baufälligkeit erneuert und erheblich nach Westen hin erweitert. Das Bauwerk hat einen von Gotik und Spätrenaissance beeinflussten Charakter. Am Johannestag (24. Juni) 1708 fand die Weihe zu Ehren der Dreifaltigkeit statt, weshalb der Gottesdienst an diesem Tag Tradition hat. In der Friedhofskirche finden sowohl evangelische als auch katholische Trauerfeiern statt. In der Zeit zwischen Pfingsten bis eine Woche nach dem Erntedankfest feiert die Kirchengemeinde einen sonntäglichen Frühgottesdienst um 8 Uhr.

Ein grasbewachsener Hügel mit mehreren alten, verwitterten Steingräbern und schmalen, teilweise in die Erde eingelassenen Kellergängen, umgeben von hohen grünen Bäumen unter einem bewölkten blauen Himmel.

Fel­sen­kel­ler Bad Weißenstadt

Im Stadtgebiet von Bad Weißenstadt gibt es noch etwa 200 Felsenkeller. Sie dienten der Lagerung von Feldfrüchten sowie Bier und Eis.

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Im Stadtgebiet von Weißenstadt gibt es noch etwa 200 Felsenkeller. Sie dienten der Lagerung von Feldfrüchten sowie Bier und Eis. Ob am Kellerhaus in der Bergstraße oder an der ehemaligen Bahnlinie am See – so etwas wie unsere Felsenkeller-Ensemble gibt es nur noch selten. Als Vorratskeller entstanden, als man die landwirtschaftlichen Produkte noch in großen Mengen für den Winter lagern musste, versucht man heute einen Großteil der Keller vor dem Verfall zu bewahren. Kartoffeln, Rüben und Bier fanden hier früher ihren Lagerplatz. Die Nutzer mussten ein Kellerrecht von der Stadt erwerben. Größtenteils bestehen diese Rechte noch heute. Sie werden im Sprachgebrauch liebevoll „Hoppetölen“ genannt – das erinnert sehr an das Auenland aus „Herr der Ringe“. Eine außergewöhnliche, faszinierende ober- und unterirdische Welt. In diesem Städtchen auf kristallenem Grund wurden zudem viele Jahrhunderte hindurch Kristalle direkt unter der Stadt bergmännisch abgebaut. Ein Besuch dieser geheimnisvollen Kellerwelt sowie das 2016 neu eröffnete Besucherbergwerk, die sogenannte Zinnerzgrube Werra, zeugen heute noch von der uralten Bergbautradition. Die größte Anzahl befindet sich südlich der Stadt am Kellerhausgelände. Sie sind als Baudenkmal eingetragen. Die meisten Zugänge führen über Granitstufen in teilweise lange Kellergänge, von denen sich einige in mehrere Seitengänge verzweigen. Die Eingänge der Keller wurden mit Mauerwerk aus Feldsteinen verstärkt, in die Türstöcke aus behauenem Granit eingelassen sind. Die Türen sind aus dicken Holzbohlen und mit Schlössern versehen. Schwache Stellen in den Wölbungen wurden ausgemauert. Entstanden sind die Keller im 18. Jahrhundert, als die Menschen frostfreien Lagerraum für Lebensmittel benötigten. Auch Eis, das man für die Kühlung des Bieres im Sommer nutzte, wurde hier eingelagert. Das Eis wurde im Winter in Weihern und an Eisgestellen gewonnen und blieb durch die kalte Luft in den Kellern bis in den August erhalten. Da die Keller auf städtischem Grund liegen, mussten Nutzer ein Kellerrecht erwerben und eine geringe Gebühr, das Kellergeld, entrichten. In dieser vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als einzigartig bezeichneten Landschaft haben sich seltene Pflanzen und Tiere angesiedelt. In einigen Kellern findet sich das seltene Leuchtmoos, und verschiedene Fledermausarten finden hier ihr Winterquartier. Versäumen Sie es nicht, an einer Kellerführung teilzunehmen.

Weissenstädter See

Wei­ßen­städ­ter See

Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 ha der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Ein beliebtes Ausflugsziel für Alt und Jung!

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Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 Hektar der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Ein beliebtes Ausflugsziel für Alt und Jung. Der künstlich gestaute Weißenstädter See liegt am Oberlauf der Eger und wird von ihr und dem Höllenbach gespeist. Historisch interessant ist, dass der See im Jahr 1976 wieder dort angelegt wurde, wo sich ursprünglich der Weißenstädter Stadtweiher befand. Dieser wurde im Jahr 1820 verkauft, in Flurstücke aufgeteilt und trockengelegt. Die Stadt kaufte die Grundstücke Mitte der 1970er Jahre zurück und legte den nun ausschließlich der Freizeit dienenden See wieder an. Der allseits zugängliche See bietet dem Besucher Entspannung, Erholung und eine Fülle von Sportmöglichkeiten. Der bequem begehbare 4 km lange Uferweg zählt bei Jung und Alt zu den meistbesuchten Spazierwegen im Fichtelgebirge. Er ist barrierefrei und eignet sich deshalb bestens für Rollstuhlfahrer oder Besucher mit Kinderwagen. Segeln und Surfen ist in der ausgewiesenen Sportzone zulässig. Idealer Zugang für diese Aktivitäten ist der Großparkplatz im Südwesten des Sees. Hier befindet sich auch das Gelände des Hessischen Segelvereins. Der Betrieb von Booten mit Motorantrieb ist nicht erlaubt. Die Umgebung des Sees ist wie geschaffen dafür, die Ruhe in der Natur und die Harmonie der Landschaft auf sich wirken zu lassen. Gönnen Sie sich eine Rast auf einer der vielen Bänke um den See und genießen Sie den herrlichen Blick auf den Großen Waldstein und den Schneeberg, den höchsten Berg Nordbayerns. Am Uferweg um den Weißenstädter See steht auch die Statue des Berliner Bären. Er erinnert an die freundschaftliche Verbindung mit Berlin-Spandau. Der Berliner Bär von der Bildhauerin Lilli Frohlich, der bis zum Ende des Betriebs des Schullandheims in der Zufahrt zum Schullandheim stand und jahrzehntelang die Gäste begrüßte, hat nun einen neuen Standort am Weißenstädter See erhalten. Hier soll er an die wunderbare freundschaftliche Zusammenarbeit über mehr als fünf Jahrzehnte erinnern. Im Jahr 1959 schenkte die Stadt Weißenstadt dem Schullandheimwerk Spandau ein Grundstück am Fuße des Waldsteins, auf dem der Verein bis 1961 ein Schullandheim errichtete und bis 2013 betrieb. In diesen mehr als 50 Jahren haben nicht nur viele Berliner Schülerinnen und Schüler Weißenstadt und das Fichtelgebirge kennengelernt, sondern sind auch zahlreiche freundschaftliche Verbindungen zwischen Spandau und Weißenstadt angeknüpft worden.

Ein Cluster aus Rauchquarzkristallen, die in manchen Kulturen als „Kristall“ bezeichnet werden, mit braunen und gelben Farbtönen und scharfen, transparenten Spitzen ruht auf einer glatten, dunklen Oberfläche, wobei sanfte Beleuchtung seine Facetten hervorhebt.

Berg­kris­tall Geschichte

Weißenstadt wird auch die Stadt auf "kristallenem Grund" genannt: Durch den Untergrund ziehen sich mehrere Bergkristall-Adern.

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Vor rund 300 Millionen Jahren begann sich durch die Kollision der Kontinentalplatten von Gondwana und Laurussia im Zuge der variszischen Gebirgsbildung auch das spätere Fichtelgebirge zu bilden. Aus der Tiefe des Erdinnern drang mit hohem Druck und hoher Temperatur Magma in das sich auffaltende Gebirge, das schließlich zu Granit erstarrte. Beim Erkalten und in Folge weiterer tektonischer Veränderungen entstanden Risse und Spalten im Granit, die sich mit Minerallösungen füllten. Bei fallendem Druck und sinkender Temperatur kristallisierten diese und bildeten Quarzgänge, die sich mit Eisenkies, Zinnstein oder anderen Mineralien anreicherten. Unter Weißenstadt – so beschreibt Gümbel in seiner geognostischen Beschreibung des Fichtelgebirges – befindet sich ein streichender Quarzgang, der sich durch das häufige Vorkommen schöner Wasserhell-Quarzkristalle auszeichnet. Wie sie auch am Strahlenberg, beim Egkerte und beim Bernstein vorkommen.

Kriegerdenkmal am Ehrenhain

Ehren­hain mit Kriegerdenkmal

Der Ehrenhain ist eine Parkanlage an der Kirchenlamitzer Straße, der von einer Reihe Historischer Scheunen flankiert wird.

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Der Ehrenhain ist eine Parkanlage an der Kirchenlamitzer Straße, die von einer Reihe historischer Scheunen flankiert wird. Im Zentrum der Parkanlage steht das Kriegerdenkmal. Es wurde zu Ehren der gefallenen Krieger beider Weltkriege errichtet. Es besteht aus heimischem Granit und stellt die monumentale Figur eines Kämpfers – eine Rolandfigur – dar. Die Rolandfigur dient auch als Sinnbild für Freiheit. Der Weißenstädter Bildhauer Christian Neuper erschuf das Kriegerdenkmal, das am 2. Oktober 1928 eingeweiht wurde. Der Sockel der Rolandfigur zeigt die Jahre der jeweiligen Kriegsenden 1918 und 1945 sowie in der Mitte das Weißenstädter Wappen. Das Denkmal hat eine Höhe von 4,20 m und wiegt rund 150 Zentner. Nach 1945 wurde die Fläche erweitert und die Parkanlage um das Denkmal herum als Ehrenhain angelegt. Bis heute findet alljährlich am Volkstrauertag eine feierliche Kranzniederlegung zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege statt. Der Ehrenhain mit dem Kriegerdenkmal ist beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal eingetragen.

Frontalansicht der katholischen Marienkirche St. Marien in Weißenstadt

Katho­li­sche Kir­che St. Maria Immaculata

Die ersten katholischen Gläubigen kamen um die Jahrhundertwende nach Weißenstadt. Die katholische Kirche wurde im Jahr 1936 erbaut.

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Die ersten katholischen Gläubigen kamen um die Jahrhundertwende nach Weißenstadt. Die katholische Kirche wurde im Jahr 1936 erbaut. Der fortschreitende Ausbau der Eisenbahnstrecke von Regensburg nach Hof ab Mitte des 19. Jahrhunderts brachte dem Fichtelgebirge ein großes wirtschaftliches Wachstum. Die Webereien, die Glasmanufakturen, der Abbau und die Verarbeitung von Granit und die Porzellanindustrie führten vielerorts zu einer ungeahnten wirtschaftlichen Blüte in der Region. Durch die rasante Industrialisierung herrschte bald ein Mangel an Arbeitskräften, der durch Zuwanderung aus der Oberpfalz und anderen Regionen kompensiert wurde. Die neu angekommene Arbeiterschaft war größtenteils katholisch, wodurch die Gründung von Gemeinden und der Bau von Betzellen erforderlich wurde. Auch in der Pfarrei Wunsiedel musste auf die veränderte Situation reagiert werden, um der pastoralen Entwicklung in Marktleuthen, Kirchenlamitz, Röslau und Weißenstadt gerecht zu werden. Zunächst wurde in Marktleuthen eine Betzelle eingerichtet. Doch für die Katholiken in Weißenstadt war der Fußweg von mehr als 13 km weit und beschwerlich. Auf Bitten des damaligen Pfarrers richtete der aus Italien stammende Baumeister Emil Peruzzi im Jahr 1912 in seinem neu gebauten Wohnhaus an der Egger Straße / Badstraße eine Betzelle ein. Damals wurde alle zwei bis drei Wochen durch den Marktleuthener Geistlichen ein katholischer Gottesdienst hier gehalten. Mit der Fertigstellung der Weißenstädter Kirche St. Maria Immaculata im Jahr 1936 wurde die Betzelle aufgelöst und von der Familie Peruzzi für private Zwecke vollständig umgebaut. Als die Betzelle in Weißenstadt für die Anzahl der Katholiken zu klein wurde, beschloss der damalige Pfarrer von Weißenstadt Georg Eckfuß, eine Kirche zu errichten. Am 26. Oktober 1935 wurde der Grundstein gelegt und bereits am 30. August 1936 weihte Erzbischof Dr. Michael Buchberger von Regensburg die Marienkirche. Er war es auch, der für die Kirche das Patronat Maria Immaculata (Maria ohne Erbsünde empfangen) festlegte. Die pfarrliche Betreuung wurde weiterhin von den Priestern aus Marktleuthen übernommen. Im Jahre 1951 wurde Weißenstadt zur Expositur, 1977 zur Pfarrkuratie und ab dem 8. Dezember 2001, am Tag des Hochfestes Maria Immaculata, zur Pfarrei erhoben. Inzwischen wird die Pfarrei Weißenstadt wieder von der Pfarrei Marktleuthen aus betreut. Die Marienkirche ist angelehnt an den Stil der Räumenromanik von dem Münchner Architekten Georg Berlinger geplant worden, der den Bau als Kurzturmanlage konzipierte. Im Erdgeschoss des Turmes ist das Presbyterium eingebaut. Daran anschließend wurde das Kirchenschiff für das Gestühl angefügt. Dieser Stil orientiert sich an der Bauweise für Dorfkirchen im frühen Mittelalter. Der ganze Bau der katholischen Kirche wurde aus Granitstein errichtet und somit dem Naturstein des Fichtelgebirges Rechnung getragen. Die Kirche ist über 20 Meter lang und 9 Meter breit. Der massiv wirkende Turm erreicht eine Höhe von 22 Meter. Seitlich an der Kirche ist das Mesnerhaus angebaut, in dem die Sakristei und die Wohnräume untergebracht sind. Im Turm waren nach der Errichtung der Kirche drei Glocken untergebracht. Während des Zweiten Weltkrieges mussten die zwei größeren zum Einschmelzen abgeliefert werden; die kleinste, die sogenannte Josefs-Glocke, blieb erhalten. Am Christkönigsfest des Jahres 1964 wurden die beiden verlorengegangenen Glocken ersetzt. Sie tragen die Namen Marien- und Bonifatius-Glocke. Das neue Pfarrhaus konnte man 1964 einweihen. 1970 bekam die Marienkirche endlich auch die langersehnte Orgel.


Die Digi­ta­le Stadt­füh­rung wird geför­dert über das Regio­nal­bud­get der ILE Gesun­des Fich­tel­ge­bir­ge e.V.

Regionalbudget Förderhinweis Gesundes Fichtelgebirge