Fel­sen­kel­ler Bad Weißenstadt

Im Stadtgebiet von Bad Weißenstadt gibt es noch etwa 200 Felsenkeller. Sie dienten der Lagerung von Feldfrüchten sowie Bier und Eis.

Dies ist einer von 11 Standorten der Weißenstädter digitalen Stadtführung.

Fel­sen­kel­ler Bad Weißenstadt
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Im Stadt­ge­biet von Wei­ßen­stadt gibt es noch etwa 200 Fel­sen­kel­ler. Sie dien­ten der Lage­rung von Feld­früch­ten sowie Bier und Eis. Ob am Kel­ler­haus in der Berg­stra­ße oder an der ehe­ma­li­gen Bahn­li­nie am See – so etwas wie unse­re Fel­sen­kel­ler-Ensem­ble gibt es nur noch sel­ten. Als Vor­rats­kel­ler ent­stan­den, als man die land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­te noch in gro­ßen Men­gen für den Win­ter lagern muss­te, ver­sucht man heu­te einen Groß­teil der Kel­ler vor dem Ver­fall zu bewah­ren. Kar­tof­feln, Rüben und Bier fan­den hier frü­her ihren Lager­platz. Die Nut­zer muss­ten ein Kel­ler­recht von der Stadt erwer­ben. Größ­ten­teils bestehen die­se Rech­te noch heu­te. Sie wer­den im Sprach­ge­brauch lie­be­voll „Hop­pet­ölen“ genannt – das erin­nert sehr an das Auen­land aus „Herr der Rin­ge“. Eine außer­ge­wöhn­li­che, fas­zi­nie­ren­de ober- und unter­ir­di­sche Welt. In die­sem Städt­chen auf kris­tal­le­nem Grund wur­den zudem vie­le Jahr­hun­der­te hin­durch Kris­tal­le direkt unter der Stadt berg­män­nisch abge­baut. Ein Besuch die­ser geheim­nis­vol­len Kel­ler­welt sowie das 2016 neu eröff­ne­te Besu­cher­berg­werk, die soge­nann­te Zinn­erz­gru­be Wer­ra, zeu­gen heu­te noch von der uralten Berg­bau­tra­di­ti­on. Die größ­te Anzahl befin­det sich süd­lich der Stadt am Kel­ler­haus­ge­län­de. Sie sind als Bau­denk­mal ein­ge­tra­gen. Die meis­ten Zugän­ge füh­ren über Gra­nit­stu­fen in teil­wei­se lan­ge Kel­ler­gän­ge, von denen sich eini­ge in meh­re­re Sei­ten­gän­ge ver­zwei­gen. Die Ein­gän­ge der Kel­ler wur­den mit Mau­er­werk aus Feld­stei­nen ver­stärkt, in die Tür­stö­cke aus behaue­nem Gra­nit ein­ge­las­sen sind. Die Türen sind aus dicken Holz­boh­len und mit Schlös­sern ver­se­hen. Schwa­che Stel­len in den Wöl­bun­gen wur­den aus­ge­mau­ert. Ent­stan­den sind die Kel­ler im 18. Jahr­hun­dert, als die Men­schen frost­frei­en Lager­raum für Lebens­mit­tel benö­tig­ten. Auch Eis, das man für die Küh­lung des Bie­res im Som­mer nutz­te, wur­de hier ein­ge­la­gert. Das Eis wur­de im Win­ter in Wei­hern und an Eis­ge­stel­len gewon­nen und blieb durch die kal­te Luft in den Kel­lern bis in den August erhal­ten. Da die Kel­ler auf städ­ti­schem Grund lie­gen, muss­ten Nut­zer ein Kel­ler­recht erwer­ben und eine gerin­ge Gebühr, das Kel­ler­geld, ent­rich­ten. In die­ser vom Baye­ri­schen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge als ein­zig­ar­tig bezeich­ne­ten Land­schaft haben sich sel­te­ne Pflan­zen und Tie­re ange­sie­delt. In eini­gen Kel­lern fin­det sich das sel­te­ne Leucht­moos, und ver­schie­de­ne Fle­der­maus­ar­ten fin­den hier ihr Win­ter­quar­tier. Ver­säu­men Sie es nicht, an einer Kel­ler­füh­rung teilzunehmen.

Ob am Kel­ler­haus, in der Berg­stra­ße, an der ehe­ma­li­gen Bahn­li­nie am See – so etwas wie unse­re Fel­sen­kel­ler-Ensem­bles gibt es nur noch sel­ten. Die größ­te Anzahl befin­det sich süd­lich der Stadt am Kel­ler­haus­ge­län­de. Sie sind als Bau­denk­mal eingetragen.

Die Fel­sen­kel­ler als „Kühl­schrän­ke Weißenstadts“

Ursprüng­lich dien­ten sie als Vor­rats­kel­ler, als man die land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­te noch in gro­ßen Men­gen für den Win­ter lagern muss­te. Heu­te ver­sucht man, einen Groß­teil der Fel­sen­kel­ler vor dem Ver­fall zu bewah­ren. Die meis­ten Zugän­ge füh­ren über Gra­nit­stu­fen in teil­wei­se lan­ge Kel­ler­gän­ge, von denen sich eini­ge in meh­re­re Sei­ten­gän­ge ver­zwei­gen. Die Ein­gän­ge der Kel­ler wur­den mit Mau­er­werk aus Feld­stei­nen ver­stärkt, wor­in Tür­stö­cke aus behaue­nem Gra­nit ein­ge­las­sen sind. Die Türen sind aus dicken Holz­boh­len und mit Schlös­sern ver­se­hen. Schwa­che Stel­len in den Wöl­bun­gen wur­den ausgemauert.

Ent­stan­den sind die Kel­ler im 18. Jahr­hun­dert, als die Men­schen frost­frei­en Lager­raum für Lebens­mit­tel benö­tig­ten. Kar­tof­feln, Rüben und Bier fan­den in den Fel­sen­kel­lern ihren Lager­platz, aber auch Eis, das man für die Küh­lung des Bie­res im Som­mer nutz­te. Das Eis wur­de im Win­ter in Wei­hern und an Eis­ge­stel­len gewon­nen und für den Som­mer ein­ge­la­gert. Durch die kal­te Luft in den Kel­lern blieb das Eis bis in den August erhalten.

Da die Kel­ler auf städ­ti­schem Grund lie­gen, muss­ten Nut­zer ein Kel­ler­recht von der Stadt erwer­ben und ent­rich­ten seit jeher eine gerin­ge Gebühr, das „Kel­ler­geld“. Größ­ten­teils bestehen die­se Rech­te noch heute. 

In die­ser vom Baye­ri­schen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge als ein­zig-
artig bezeich­ne­ten Land­schaft, haben sich sel­te­ne Pflan­zen und Tie­re ange­sie-
delt. In eini­gen Kel­ler­schäch­ten fin­det sich das sel­te­ne Leucht­moos und ver­schie­de­ne Fle­der­maus­ar­ten fin­den hier ihr Winterquartier.

Ver­säu­men Sie es nicht, an einer Kel­ler­füh­rung teilzunehmen!

Video: Andre­as Pacek – Foto­tour Deutschland

Kel­ler­land­schaft in der Vergangenheit

historische Ansicht aus der Zeit um 1930 der Felsenkeller-Landschaft am Kellerhausberg.
Quel­le: Stadt­ar­chiv Bad Weißenstadt
Historische Ansicht der Eisgewinnung am Kellerhaus Weißenstadt.

Die Wei­ßen­städ­ter Braue­rei Blech­schmidt gewann das benö­tig­te Eis an einem Eis­ge­rüst beim Kel­ler­haus. Ansicht aus dem Jahr um 1940.
Foto: Stadt­ar­chiv Bad Weißenstadt

Eine Gruppe von Menschen, darunter Erwachsene und Kinder, steht mit Skiern und Skistöcken auf einem verschneiten Feld. Zwei Kinder ganz vorne halten Skistöcke in den Händen. Die verschneite Landschaft und die kahlen Bäume bilden eine malerische Kulisse, die an Winterszenen in der Nähe der historischen Kellergänge oder vielleicht auch in der Nähe des berühmten Felsenkellers erinnert.
Gewin­nen von Eis­plat­ten an Wei­ßen­städ­ter Gewäs­sern Foto: Stadt­ar­chiv Bad Weißenstadt

Bege­hung eines Kel­lers mit den Kel­ler­for­schern von Weißenstadt

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