Fachvorträge, spannende Einblicke in die Montangeschichte und gemeinsamer Austausch prägten die Veranstaltung
Am 10. und 11. Oktober 2026 standen in Bad Weißenstadt die Bergbaugeschichte und das montanhistorische Erbe der Region im Mittelpunkt. Bei den 13. Montanhistorischen Tagen kamen Interessierte zusammen, um sich mit der Geschichte des Bergbaus im Fichtelgebirge und darüber hinaus auseinanderzusetzen. Ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm bot Einblicke in historische Bergwerke, frühere Bergbautraditionen und aktuelle wissenschaftliche Forschungen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung am Samstag im Bürgersaal der Stadt Bad Weißenstadt. Nach der Begrüßung und den Grußworten von Bürgermeister Matthias Beck führte Norbert Hübsch durch das Einführungsprogramm.
Den Auftakt der Fachvorträge gestaltete Stefan Schürmann aus Wunsiedel mit seinem Beitrag zum Weg „Vom Sanierungsfall zum Besucherbergwerk“. Anschließend beleuchtete Dieter Schmidt aus Bad Weißenstadt die Entwicklung vom „Stolln gegen das Hohe Gebirg“ zum „Zinnerz-Untersuchungsbergwerk Werra“. Prof. Dr. Martin Obst aus Bayreuth berichtete über „Kleine Überraschungen aus den dunklen Stollen der Grube Werra und anderen Bergwerken“ und gab damit weitere Einblicke in die vielfältigen Facetten der unterirdischen Bergbaugeschichte.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde das Programm am Nachmittag fortgesetzt. Thomas Obermüller aus Deggendorf widmete sich den „Fichtelberger Bergfreiheiten von 1606“ und deren Druck, Bedeutung und Herkunft. Weitere Vorträge beleuchteten das Alun-Bergwerk „Hoffnung zu Gott“ beim Knopfhammer sowie die Flussspatgrube Schönbrunn/Vogtland.
Dr. Andreas Peterek aus Parkstein stellte unter dem Titel „Humboldt goes Thüringen“ die Erweiterung der „GEO-Tour Humboldt in Oberfranken“ vor. Den Abschluss des Vortragsprogramms bildete Dr. Christiane Henker aus Dresden mit ihrem Beitrag zum ArchäoTin-Projekt. Dabei ging es um aktuelle Forschungen zum prähistorischen und historischen Zinnbergbau im Erzgebirge.
Neben den fachlichen Inhalten bot das anschließende gemütliche Beisammensein Gelegenheit, die Vorträge Revue passieren zu lassen, Fragen zu vertiefen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Montanhistorische Einblicke vor Ort
Am Sonntag wurde das Programm mit zwei Führungen über den montanhistorischen Zinnweg und in das Bergwerk Werra fortgesetzt. Vom Wanderparkplatz Rudolfstein aus erhielten die Teilnehmenden weitere Einblicke in die Geschichte des regionalen Bergbaus und konnten die historischen Zusammenhänge vor Ort kennenlernen.
Die 13. Montanhistorischen Tage verdeutlichten einmal mehr, wie vielfältig und bedeutend das montanhistorische Erbe des Fichtelgebirges ist. Die Verbindung aus wissenschaftlichen Vorträgen, regionalgeschichtlichen Themen und praktischen Einblicken machte die Veranstaltung zu einer Gelegenheit, Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und das Wissen um die Bergbautradition der Region weiterzugeben.
Die Stadt Bad Weißenstadt bedankt sich bei allen Referentinnen und Referenten sowie bei den Organisatorinnen und Organisatoren für ihre Beiträge und ihr Engagement. Veranstaltungen wie die Montanhistorischen Tage tragen dazu bei, das historische Erbe der Region lebendig zu halten und auch künftig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.










