Das klei­ne Muse­um

Das Kleine Museum, ein Museum für zeitgenössische Kunst ist für Weißenstadt ein großer kultureller Gewinn. Es werden Arbeiten von international renommierten Künstlern gezeigt.

Bereits die vom ita­lie­ni­schen Archi­tek­ten, Künst­ler und Desi­gner Mar­cel­lo Moran­di­ni gestal­te­te Fas­sa­de des Klei­nen Muse­um über­zeugt mit ihrem außer­ge­wöhn­li­chen und zugleich ein­fa­chen und ele­gan­ten Erschei­nungs­bild. Im Inne­ren des ehe­ma­li­gen Post­ge­bäu­des sind hel­le und lich­te Räu­me ent­stan­den, die eine ange­neh­me Aus­stel­lungs­at­mo­sphä­re gewähr­leis­ten.

Im Foy­er des Muse­ums wird die geschicht­li­che Ent­wick­lung der Mar­ken PEMA® (Voll­korn­spe­zia­li­tä­ten) und Leu­poldt®(Leb­ku­chen und Soßen­ku­chen) dar­ge­stellt. Im Vor­trags­raum, der über fünf­zig Per­so­nen Platz bie­tet, befin­det sich eine Dau­er­aus­stel­lung mit Kunst­wer­ken Mar­cel­lo Moran­di­nis.

In den übri­gen Räu­men fin­den zwei­mal jähr­lich Wech­sel­aus­stel­lun­gen statt. Die hier prä­sen­tier­ten Wer­ke gehen aus einer Kunst­auf­fas­sung her­vor, in der dem Ein­fa­chen, der Reduk­ti­on und der Kon­zen­tra­ti­on auf das Wesent­li­che, eine beson­de­re Bedeu­tung zukommt. Die Kunst­wer­ke regen inter­es­san­te Gesprä­che an und machen das Klei­ne Muse­um zu einem Ort für zeit­ge­nös­si­sche Kunst und Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie unter: www​.klei​nes​mu​se​um​-weis​sen​stadt​.de

Das Klei­ne Muse­um – Kul­tur auf der Peunt
Goe­the­stra­ße 15
95163 Wei­ßen­stadt
Tel.: +49 (0) 9253 954672
info@​kleinesmuseum-​weissenstadt.​de
www​.klei​nes​mu​se​um​-weis​sen​stadt​.de

Öff­nungs­zei­ten:

Grup­pen ab 8 Per­so­nen kön­nen unter Tel. 09253 / 89–39
ande­re Öff­nungs­zei­ten erfra­gen!

 

Text aus der Fran­ken­post anläß­lich der Eröff­nung des klei­nen Muse­ums:

Hier mögen sich Kul­tur und Wirt­schaft – Pema/ Das klei­ne Muse­um auf der Wei­ßen­städ­ter Peunt zieht die Bli­cke auf sich
Bericht von Die­ter Weigel – FRAN­KEN­POST

Wei­ßen­stadt – Schnör­kel­los und gerad­li­nig, schwarz und weiß. Das Haus an der Goe­the­stra­ße in Wei­ßen­stadt for­dert den Betrach­ter gera­de­zu her­aus, sich ver­wun­dert die Augen zu rei­ben. Denn der klei­ne Bau bricht aus dem Bild einer typi­schen Fich­tel­ge­birgs­stadt völ­lig her­aus. Das Gebäu­de trägt die Hand­schrift des welt­be­rühm­ten Desi­gners und Archi­tek­ten Mar­cel­lo Moran­di­ni und liegt nur einen Kat­zen­sprung ent­fernt von der Groß­bä­cke­rei Pema. Bis 1998 dient das Haus als Post­amt, danach nützt es die Pema als Ver­kaufs­stel­le. Wegen Brü­cken­bau­ar­bei­ten bricht der Umsatz dort schlag­ar­tig ein, die Ver­kaufs­stel­le wird geschlos­sen. Dr. Lau­ra Krainz-Leu­poldt, Pro­ku­ris­tin und Mit­ge­sell­schaf­te­rin des Unter­neh­mens, kauft das Gebäu­de. Ziel: Mit finan­zi­el­ler Hil­fe ihrer Mut­ter will sie das Haus kom­plett neu gestal­ten. Am mor­gi­gen Sams­tag wird „Das klei­ne Muse­um – Kul­tur auf der Peunt“ eröff­net. Für die Öffent­lich­keit soll es – nach Anmel­dung – vom Juli 2008 an zugäng­lich sein. Lau­ra Krainz-Leu­poldt plant, die Räu­me sowohl fir­men­in­tern als auch ‑extern zu nut­zen. Außer­dem sol­len dort gele­gent­lich kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den und eine stän­di­ge Aus­stel­lung wid­met sich der Pema-Fir­men­ge­schich­te. In einem Raum wer­den in einer Dau­er­aus­stel­lung Wer­ke von Moran­di­ni zu erle­ben sein, in einem wei­te­ren Raum sind Wech­sel­aus­stel­lun­gen mit dem Schwer­punkt kon­kre­te Kunst geplant. War­um „Kul­tur auf der Peunt“? „Bei einer ‚Peunt’ han­delt es sich ursprüng­lich um Wei­de­land“, erklärt Krainz-Leu­poldt. In Wei­ßen­stadt ist es „die Baid“, das Gebiet rund um die heu­ti­ge Goe­the­stra­ße. Peunt­wie­sen brach­ten das bes­te Fut­ter. „Des geht nei wie Bai­d­hai“, sagen die älte­ren Wei­ßen­städ­ter. Über­setzt: Das geht rein wie Heu von der Peunt; es schmeck­te den Kühen beson­ders gut. Ähn­lich schmack­haft will Lau­ra Krainz-Leu­poldt das Haus ihrem Publi­kum machen. „Auf dem frucht­ba­ren Boden soll der Samen in Sachen Kul­tur auf­ge­hen und Früch­te tra­gen“, sagt sie. Das Gebäu­de in der Goe­the­stra­ße sei in der jet­zi­gen Form der Ver­such der Lösung gleich meh­re­rer Pro­ble­me, betont Krainz-Leu­poldt. „Die Far­ben Schwarz und Weiß stel­len für mich eine Hal­tung der Klar­heit und Bestimmt­heit dar.“

Die Pema-Pro­ku­ris­tin stellt die­ses „pri­va­te und per­sön­li­che Pro­jekt“ auch in den Dienst einer Denk­wei­se – kon­kret: Einer „Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie der Ord­nung und Gerad­li­nig­keit“, soll durch die­se Archi­tek­tur Aus­druck ver­lie­hen wer­den. Gleich­zei­tig soll es eine Refe­renz an den Fir­men­stand­ort Wei­ßen­stadt sein.

Für den Künst­ler Mar­cel­lo Moran­di­ni bedeu­tet das Pro­jekt in Wei­ßen­stadt die Auf­ga­be, dem Gebäu­de eine „authen­ti­sche Gestalt“ zu geben. Der archi­tek­to­ni­sche Gehalt die­ses „von Natur aus zurück­hal­ten­den Gebäu­des“ habe ihn ani­miert, das Objekt mit grö­ße­rer Frei­heit – „ohne Ein­schrän­kun­gen, die des­sen Iden­ti­tät nega­tiv beein­flus­sen kön­nen“ – anzu­ge­hen. Her­aus­ge­kom­men ist Moran­di­ni zufol­ge ein „kla­res, star­kes und unmiss­ver­ständ­li­ches Bild, ein ganz­heit­li­ches Logo eines unver­wech­sel­ba­ren Kul­tur­im­pul­ses“.