Wei­ßen­stadt betei­ligt sich am Pro­jekt „Wald & Gesund­heit“ des Baye­ri­schen Heilbäder-Verbandes

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Der Baye­ri­sche Heil­bä­der-Ver­band (BHV) hat sein Pro­jekt „Wald und Gesund­heit“ in 14 baye­ri­schen Heil­bä­dern und Kur­or­ten gestar­tet. Auch Wei­ßen­stadt betei­ligt sich daran.

Vier Erwachsene stehen lächelnd nebeneinander vor einem Banner des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Zwei Frauen tragen Businesskleidung, eine trägt die traditionelle Heilwald-Tracht, und der Mann trägt einen Anzug mit blauer Krawatte.
Auf dem Bild von links nach rechts: Gabrie­le Squar­ra – Baye­ri­scher Heil­bä­der­ver­band, Prof.Dr.Dr.Angela Schuh – LMU Mün­chen, Dr. Sabi­ne Jaro­the – Baye­ri­sches Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, Frank Drey­er – 1.Bürgermeister Stadt Weißenstadt

Ziel ist es, Kri­te­ri­en für Kur- und Heil­wäl­der zu ent­wi­ckeln, Wald­ge­sund­heits­trai­ner und –the­ra­peu­ten aus­zu­bil­den und indi­vi­du­el­le, für die Orte maß­ge­schnei­der­te Präventions‑, The­ra­pie- und Reha­bi­li­ta­ti­ons­an­ge­bo­te in Ver­bin­dung mit dem Wald zu ent­wi­ckeln. Dabei sol­len auch die orts­ge­bun­de­nen Heil­mit­tel der Kur­or­te ein­be­zo­gen wer­den. Der BHV ist bei die­sem Pro­jekt Part­ner des Baye­ri­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums. Gelei­tet wird es von Prof. Dr. Dr. Ange­la Schuh vom Lehr­stuhl für Public Health und Ver­sor­gungs­for­schung (IBE) der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen (LMU). Bei der offi­zi­el­len Kick-Off-Ver­an­stal­tung im Baye­ri­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um über­reich­te Amts­che­fin Dr. Sabi­ne Jaro­the den För­der­be­scheid des Frei­staa­tes Bay­ern. Die Mit­tel gehen direkt an die LMU und wer­den von dort für das Pro­jekt ein­ge­setzt und verwaltet.

Mit dabei ist auch die Stadt Wei­ßen­stadt, die ihre vor­han­de­nen natur­na­hen Ange­bo­te in das Pro­jekt ein­brin­gen will und deren Inter­es­sen­be­kun­dung im Baye­ri­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um posi­tiv auf­ge­nom­men wor­den ist.

Wald-Gesundheitstraining

Bay­erns Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­mi­nis­ter Hubert Aiwan­ger lobt das Pro­jekt als zukunfts­wei­sen­de Inno­va­ti­on im Gesund­heits­tou­ris­mus: „Unse­re Kur­or­te und Heil­bä­der sind hoch­qua­li­fi­zier­te Dienst­leis­ter im Bereich der Gesund­heits­vor­sor­ge für die Bür­ger in Bay­ern und unse­re Gäs­te. Mit dem The­ma Wald und Gesund­heit grei­fen die Orte einen aktu­el­len Trend auf mit dem Ziel, auf wis­sen­schaft­lich fun­dier­ter Basis qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Gesund­heits­pro­duk­te für ihre Gäs­te bereit­stel­len zu kön­nen. Ich freue mich, dass an die­sem Pilot­pro­jekt bereits 14 renom­mier­te Heil­bä­der und Kur­or­te aus allen baye­ri­schen Tou­ris­mus­re­gio­nen teil­neh­men.“ Den Ver­ant­wort­li­chen des BHV dank­te er für ihr Enga­ge­ment als Pro­jekt­part­ner eben­so wie den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten, die das Geld hier­für geneh­mig­ten. Für den BHV-Vor­sit­zen­den Klaus Holet­schek bie­tet das Pro­jekt eine gro­ße Zukunfts­chan­ce für die Heil­bä­der und Kur­or­te. „Unser Ziel ist es, die größ­te deut­sche Wald­stu­die durch­zu­füh­ren. Wäl­der sind die grü­ne Lun­ge unse­res Pla­ne­ten und spie­len für die Gesund­heit der Men­schen und unser Kli­ma eine gro­ße Rol­le. Laub­wäl­der pro­du­zie­ren jedes Jahr 15 Ton­nen Sau­er­stoff pro Hekt­ar, Nadel­wäl­der kom­men sogar auf 30 Ton­nen. Wald­er­leb­nis­se stär­ken das Immun­sys­tem, sen­ken den Blut­druck und hel­len die Stim­mung auf. Mit die­sem Kon­zept ver­bin­den wir Nach­hal­tig­keit und Öko­lo­gie mit unse­ren Gesundheitsangeboten.“

Zunächst wer­den in dem neu­en Pro­jekt Kri­te­ri­en für Heil- und Kur­wäl­der ent­wi­ckelt. „Wir wer­den nach neu­es­ten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen einen Kata­log für baye­ri­sche Kur- und Heil­wäl­der erar­bei­ten“, so Prof. Dr. Dr. Ange­la Schuh. Grund­sätz­li­che Anfor­de­run­gen an gesund­heits­för­dern­de Wäl­der sei­en unter ande­rem ein spe­zi­fi­sches Wald­in­nen­kli­ma, die Bio­di­ver­si­tät in Flo­ra und Fau­na, die Beach­tung von Schutz­zo­nen, aber auch der freie Zutritt in den Bestand und die Ver­kehrs­si­che­rung. Ein Kur­wald ist unter ande­rem für Kli­ma- und Kneipp­the­ra­pie vor­ge­se­hen und soll auch Ver­weil- und Ruhe­plät­ze bie­ten. Der Heil­wald ist durch das Ein­be­zie­hen des loka­len Natur­heil­mit­tels spe­zi­fisch auf die The­ra­pien und die Indi­ka­tio­nen des ein­zel­nen Pilo­tor­tes aus­ge­rich­tet. Im Gegen­satz zum Kur­wald soll es hier auch eine Besu­cher­len­kung geben, um bei The­ra­pien eine gewis­se Pri­vat­heit zu ermög­li­chen. Mög­lich sind im Heil­wald auch so genann­te „Sin­nes­räu­me“ für Waldtherapien.

Zwei Frauen stehen vor einer bunten Karte, halten jeweils Urkunden in der Hand und lächeln in die Kamera. Auf der Karte hinter ihnen sind Wanderwege, Sehenswürdigkeiten und der berühmte Heilwald in der Umgebung von Weißenstadt eingezeichnet.
Wald­ge­sund­heits­trai­ne­rin­nen Dia­na Zäza und Natha­lie Zim­mer­mann aus Weißenstadt

Das Baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hat eine inter­mi­nis­te­ri­el­le Arbeits­grup­pe ein­ge­rich­tet. Sie soll den recht­li­chen und struk­tu­rel­len Rah­men ent­wi­ckeln. Die Wis­sen­schaft­ler der LMU wer­den nun alle 14 Pilo­tor­te besu­chen, um die Struk­tu­ren und Poten­zia­le für Kur- und Heil­wäl­der zu ana­ly­sie­ren. Ab Herbst fin­det eine Aus­bil­dung zum Wald­ge­sund­heits­trai­ner für Mit­ar­bei­ter aus den Orten statt.  Zum Abschluss des Pro­jek­tes wird ein Hand­buch für „Kur- und Heil­wäl­der“ erar­bei­tet, das Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für die baye­ri­schen Heil­bä­der und Kur­or­te ent­hält. Ins­ge­samt läuft das Pro­jekt „Wald und Gesund­heit“ in fünf Modu­len von 2019 bis zum 31. Dezem­ber 2021.

Die­se Heil­bä­der und Kur­or­te sind dabei:

Bad Alex­an­ders­bad, Bad Ber­neck, Wei­ßen­stadt, Neu­al­ben­reuth, Bischofsgrün,

Bad Kötzting, Bad Füs­sing, Bad Birn­bach, Bad Rei­chen­hall, Bad Bayersoien,

Gar­misch-Par­ten­kir­chen, Bad Wöris­ho­fen, Pfron­ten , Treuchtlingen

Mehr Infor­ma­tio­nen zum Wald­ge­sund­heits­trai­ning im Fich­tel­ge­bir­ge:
www​.weis​sen​stadt​.de/​w​e​i​s​s​e​n​s​t​a​d​t​-​a​m​-​s​e​e​/​g​e​s​u​n​d​h​eit