Geo­top

Die Drei-Brüder-Felsen sind eine auffallende Gruppe von Felstürmen, gelegen am Wanderweg zwischen dem Rudolfstein und dem Schneeberg und zählen zu einem der schönsten Geotope in Bayern.

Genannt wird der Rudolf­stein auch „Matrat­zen­la­ger“, da er auf­grund sei­ner For­ma­ti­on optisch die­sen Ein­druck macht. Unter die­sem Mot­to wur­den die drei eng benach­bar­ten Fel­stür­me „Die drei Brü­der“ süd­west­lich des Rudolf­steins in die Rei­he der 100 schöns­ten Geop­tope Bay­erns auf­ge­nom­men.
Sie bil­den eine impo­san­te Fels­grup­pe aus Gra­nit­ge­stein, das vor ca. 285 Mil­lio­nen Jah­ren ent­stand. Damals, gegen Ende des Erd­al­ter­tums, stie­ßen im Bereich des heu­ti­gen Mit­tel- und West­eu­ro­pa meh­re­re Kon­ti­nent­tei­le zusam­men. Das führ­te zur Bil­dung des Varis­zi­schen Gebir­ges. Dabei wur­de ein Teil der Gestei­ne, näm­lich Sedi­men­te und vul­ka­ni­sche Gestei­ne der ehe­ma­li­gen Kon­ti­nen­trän­der und des dazwi­schen lie­gen­den Oze­an­be­ckens, in die Tie­fe ver­senkt. Unter den dort herr­schen­den Drü­cken und Tem­pe­ra­tu­ren wur­den Sie umge­wan­delt und teil­wei­se auf­ge­schmol­zen. Die dabei gebil­de­ten Gesteins­schmel­zen stie­gen an Schwä­che­zo­nen in der Erd­krus­te auf, erreich­ten aber häu­fig nicht die Erd­ober­flä­che, son­dern erstarr­ten in meh­re­ren Kilo­me­tern Tie­fe zu soge­nann­ten Intru­siv­ge­stei­nen. Ein typi­sches Bespiel für der­ar­ti­ge Gestei­ne sind die Gra­ni­te des Fich­tel­ge­bir­ges. Im Lau­fe vie­ler Jahr­mil­lio­nen wur­de das Gebiet des Fich­tel­ge­bir­ges geho­ben und durch Ver­wit­te­rung und Abtra­gung tie­fer lie­gen­de Gesteins­schich­ten frei­ge­legt. So fin­det man heu­te die Gra­ni­te, die tief in der Erd­krus­te ent­stan­den sind, an der Ober­flä­che.

Die Wan­de­rung zum Rudolf­stein und zum Geo­top „Die drei Brü­der“ fin­den Sie hier beschrie­ben:

Wan­dern zum Rudolf­stein