Mark­gra­fen­stei­ne

Zwei Markgrafensteine aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand in Weißenstadt sind erhalten und schmücken das Treppenhausgewölbe im Rathaus.

Es gibt nur noch weni­ge bau­li­che Zeu­gen aus der Zeit vor dem Brand 1823. Zwei davon, die Mark­gra­fen­stei­ne, sind aber erhal­ten und schmü­cken das Trep­pen­haus­ge­wöl­be im Rat­haus. Bis zum Jah­re 1912 waren sie ver­schol­len. Sie lager­ten in einer alten Scheu­ne. Als man sie fand, sorg­te der dama­li­ge Bür­ger­meis­ter Ruck­dä­schel dafür, dass sie einen wür­di­gen Platz erhiel­ten. Der jün­ge­re Wap­pen­stein ist der grö­ße­re. Er stammt aus dem Jah­re 1674, ist 1,65m hoch, 0,75m breit, war frü­her bunt bemalt und wur­de in einer Bay­reuth Werk­statt her­ge­stellt. Ver­ziert mit Inschrift­kar­tu­schen mit Knor­pel­werk, geflü­gel­ten Engels­köp­fen und Arkan­tus zeigt er das „Bran­den­burg – Bay­reuthisch Wapen“ mit 7 Hel­men. Die Inschrift lau­tet: Von Got­tes Gna­den Chris­ti­an Ernst Mar­ggraf zu Bran­den­burg zu Mag­de­burg in / Preiss: Stett: Bomm: der Cas­suv: u: Wend: in Schles: zu Cross: u: Jägernd: Hertzog Burg­graf zu Nürnb: Fürst zu Hal­berst: Mind: u: C:“. Der eigent­li­che Titel ist län­ger: „Graf zu Hohen­zol­lern, der Römisch-Kai­serl. Majes­ta­et und des hl. Röm. Rei­ches, dann des löbl. Fränk. Crey­ses bestell­ter Gene­ral-Feld Mar­schall u. Obrister.“

Die­ser Stein war frü­her am Wun­sie­de­ler Tor befestigt.

Der älte­re Stein stammt aus dem Jah­re 1594, ist 1m hoch, 0,78m breit, wur­de von einem Kulm­ba­cher Bild­hau­er geschaf­fen und war frü­her am Bay­reu­ther Tor ange­bracht. Er zeigt das Bran­den­burg. – Kulm­ba­chi­sches Wap­pen der Mark­gra­fen und ist mit drei Hel­men gekrönt. Die Inschrift lau­tet „Von Got­tes Gna­den Georg Fried­rich Mark­graf zu Bran­den­burg Hertzog in Preus­sen Etz 1594“. Dar­ge­stellt wird in der Mit­te wie im ers­ten Feld der Bran­den­bur­gi­sche Adler, im zwei­ten Feld der pom­mer­sche Greiff, im drit­ten der burg­gräf­li­che Löwe und im vier­ten der gevier­te Schild der Hohenzollern.