Das kleine Museum - Kultur auf der Peunt
Das besonders anspruchsvolle „Kleine Museum“ ist für Weißenstadt ein großer kultureller Gewinn. Allein der äußere Eindruck überzeugt mit außergewöhnlichem Design. Auch im Innenbereich ist aus der „alten Post“ ein helles überzeugendes Museum entstanden. Das Museum veranschaulicht in seinem vorderen Bereich die Entwicklung des PEMA-Brotes von Anfang an. Der weitere Bereich ist ein in weiß gehaltener Vortragsraum, in dem ungefähr 50 Personen Platz finden. Im restlichen Museum befindet sich ein edler langer Tisch an dem gute Gespräche über Kunst geführt werden können. Frau Dr. Laura Krainz-Leupoldt hat mit ihrer Liebe zur Kunst etwas ganz besonderes geschaffen. Zudem wird sie immer wieder interessante Ausstellungen für Besucher anbieten.
Nähre Informationen erhalten Sie unter:
www.kulturaufderpeunt.de
Eine Gruppe von 10 Personen ist jedoch erwünscht. Diese kann sich direkt bei Frau Scholz (PEMA) oder bei der Tourist Information Weißenstadt anmelden.
Text aus der Frankenpost anläßlich der Eröffnung des kleinen Museums:
Hier mögen sich Kultur und Wirtschaft - Pema/ Das kleine Museum auf der Weißenstädter Peunt zieht die Blicke auf sich
Bericht von Dieter Weigel - FRANKENPOST
Weißenstadt – Schnörkellos und geradlinig, schwarz und weiß. Das Haus an der Goethestraße in Weißenstadt fordert den Betrachter geradezu heraus, sich verwundert die Augen zu reiben. Denn der kleine Bau bricht aus dem Bild einer typischen Fichtelgebirgsstadt völlig heraus. Das Gebäude trägt die Handschrift des weltberühmten Designers und Architekten Marcello Morandini und liegt nur einen Katzensprung entfernt von der Großbäckerei Pema. Bis 1998 dient das Haus als Postamt, danach nützt es die Pema als Verkaufsstelle. Wegen Brückenbauarbeiten bricht der Umsatz dort schlagartig ein, die Verkaufsstelle wird geschlossen. Dr. Laura Krainz-Leupoldt, Prokuristin und Mitgesellschafterin des Unternehmens, kauft das Gebäude. Ziel: Mit finanzieller Hilfe ihrer Mutter will sie das Haus komplett neu gestalten. Am morgigen Samstag wird „Das kleine Museum – Kultur auf der Peunt“ eröffnet. Für die Öffentlichkeit soll es – nach Anmeldung – vom Juli 2008 an zugänglich sein. Laura Krainz-Leupoldt plant, die Räume sowohl firmenintern als auch -extern zu nutzen. Außerdem sollen dort gelegentlich kulturelle Veranstaltungen stattfinden und eine ständige Ausstellung widmet sich der Pema-Firmengeschichte. In einem Raum werden in einer Dauerausstellung Werke von Morandini zu erleben sein, in einem weiteren Raum sind Wechselausstellungen mit dem Schwerpunkt konkrete Kunst geplant. Warum „Kultur auf der Peunt“? „Bei einer ,Peunt’ handelt es sich ursprünglich um Weideland“, erklärt Krainz-Leupoldt. In Weißenstadt ist es „die Baid“, das Gebiet rund um die heutige Goethestraße. Peuntwiesen brachten das beste Futter. „Des geht nei wie Baidhai“, sagen die älteren Weißenstädter. Übersetzt: Das geht rein wie Heu von der Peunt; es schmeckte den Kühen besonders gut. Ähnlich schmackhaft will Laura Krainz-Leupoldt das Haus ihrem Publikum machen. „Auf dem fruchtbaren Boden soll der Samen in Sachen Kultur aufgehen und Früchte tragen“, sagt sie. Das Gebäude in der Goethestraße sei in der jetzigen Form der Versuch der Lösung gleich mehrerer Probleme, betont Krainz-Leupoldt. „Die Farben Schwarz und Weiß stellen für mich eine Haltung der Klarheit und Bestimmtheit dar.“
Die Pema-Prokuristin stellt dieses „private und persönliche Projekt“ auch in den Dienst einer Denkweise – konkret: Einer „Unternehmensphilosophie der Ordnung und Geradlinigkeit“, soll durch diese Architektur Ausdruck verliehen werden. Gleichzeitig soll es eine Referenz an den Firmenstandort Weißenstadt sein.
Für den Künstler Marcello Morandini bedeutet das Projekt in Weißenstadt die Aufgabe, dem Gebäude eine „authentische Gestalt“ zu geben. Der architektonische Gehalt dieses „von Natur aus zurückhaltenden Gebäudes“ habe ihn animiert, das Objekt mit größerer Freiheit – „ohne Einschränkungen, die dessen Identität negativ beeinflussen können“ – anzugehen. Herausgekommen ist Morandini zufolge ein „klares, starkes und unmissverständliches Bild, ein ganzheitliches Logo eines unverwechselbaren Kulturimpulses“.
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