Der Schneeberg

ist mit 1051 m ü.NN der höchste Berg im Fichtelgebirge und im Frankenland. Der Gipfelbezirk liegt im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge, westlich grenzt der Landkreis Bayreuth an. Die ausgedehnten Wälder werden von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet, zuständig ist der Forstbetrieb Selb. Der weithin sichtbare klotzige Turm erinnert an den „Kalten Krieg“ und ist heute auch ein Mahnmal für den Frieden. Der Gipfelbereich besteht aus einem Granitblockmeer und einer Felsburg, auf dem das Aussichtstürmchen "Backöfele" steht. Der Gipfelbereich ist Naturschutzgebiet, hat aber während des Dritten Reiches sehr „gelitten“ und wurde nach Kriegsende durch militärisch genutzte Bauwerke fast völlig zerstört. Am 29.12.1995 erwarb der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge auf Initiative von Landrat Dr. Peter Seißer eine 6500 qm große Teilfläche im ehemaligen amerikanischen Sperrgebiet, auf der auch das "Backöfele" steht. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Fichtelgebirge erfolgten Abbruch- und Renaturierungsmaßnamen.

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Rudolfstein

Der bewaldete Berg im nordöstlichen Schneebergmassiv, südlich von Weißenstadt, liegt am Höhenweg (866 m ü.NN). Im Gipfelbereich finden wir mehrere eigenartig geschichtete Felsburgen, die ein geschütztes Naturdenkmal sind. Auf den höchsten Felsturm führt seit 1890 eine Treppe, schöne Aussicht zum Weißenstädter See. Im Jahr 857 soll Pfalzgraf Rudolf im Nordgau, von dem dann der Berg seinen Namen erhielt, die erste Befestigungsanlage errichtet haben, was urkundlich nicht nachweisbar ist. Am Nordhang fand einstmals reger Zinn- und Uranabbau statt. Die erste urkundliche Erwähnung einer Burg finden wir im Jahr 1317, als Graf Berthold von Henneberg das Schloß mit den dazugehörigen Orten einschließlich Weißenkirchens (=Weißenstadt) als Reichslehen erhielt. Dieser belehnte die Brüder Heinrich, Friedrich, Arnold, Eberhard und Haymann von Hirschberg mit den Gütern. Die Hirschberger ließen sich zu Übergriffen auf die benachbarten Gebiete des Klosters Waldsassen hinreißen, daraufhin soll die Erstürmung und Zerstörung des Schlosses erfolgt sein. Am 22.1.1333 bekunden die Hirschberger, daß sie ihre Güter zurückerhalten hatten und Amtleute von Rudolfstein und Weißenstadt sind. 1347 erwarben die Burggrafen von Nürnberg den Rudolfstein und die zugehörigen Güter. Wann die Burg tatsächlich zerstört wurde, ist nicht eindeutig nachzuweisen, nach 1485 wird sie nicht mehr in den Akten erwähnt. Im Spanischen Erbfolgekrieg 1703, als der Markgraf von Bayreuth mit dem Kaiser gegen Bayern zog, wurde auf dem Rudolfstein eine Wache mit Lärmfeuer eingerichtet. Der Rudolfstein ist Frühjahr oder Herbst wegen seines Laubholzbestandes ein beliebtes Wanderziel. Ausgangsorte für Wanderungen sind Weißenstadt (H-Weg) oder die Ortsteile Meierhof oder Schönlind (Blaupunktweg).

Geotop "Felstürme Drei Brüder"

Besonders stolz ist Weißenstadt auf die „Drei-Brüder-Felsen“ am Rudolfstein die zu einer der schönsten Geotope in Bayern zählen. Genannt wird der Rudolfstein auch „Matratzenlager“, da er aufgrund seiner Formation optisch diesen Eindruck macht. Die drei eng benachbarten Felstürme südwestlich des Rudolsteins bilden eine imposante Felsgruppe aus Granitgestein, das vor ca. 285 Millionen Jahren entstand. Damals, gegen Ende des Erdaltertum, stießen im Bereich des heutigen Mittel- und Westeuropa mehrere Kontinentteile zusammen. Das führte zur Bildung des Variszischen Gebirges. Dabei wurde ein Teil der Gesteine, nämlich Sedimente und vulkanische Gesteine der ehemaligen Kontinentränder und des dazwischen liegenden Ozeanbeckens, in die Tiefe versenkt. Unter den dort herrschenden Drücken und Temperaturen wurden Sie umgewandelt und teilweise aufgeschmolzen. Die dabei gebildeten Gesteinsschmelzen stiegen an Schwächezonen in der Erdkruste auf, erreichten aber häufig nicht die Erdoberfläche, sondern erstarrten in mehreren Kilometern Tiefe zu sogenannten Intrusivgesteinen. Ein typisches Beispiel für derartige Gesteine sind die Granite des Fichtelgebirges. Im Laufe vieler Jahrmillionen wurde das Gebiet des Fichtelgebirges gehoben und durch Verwitterung und Abtragung tiefer liegende Gesteinsschichten freigelegt. So findet man heute die Granite, die tief in der Erdkruste entstanden sind, an der Oberfläche.

Schwesternsteine

Mächtige Felsburgen westlich des Höhenweges zwischen Rudolfsattel und Rudolfstein. Wegen ihrer Lage in der Nähe der Drei Brüder wurden sie so genannt.


 

 

Großer Waldstein

(877 m ü.NN) ist ein Berg im nördlichen Fichtelgebirgs-Hufeisen. Im Gipfelbereich besteht Mischwald mit altem Buchenbestand und mächtigen Felsentürmen; das gesamte Areal ist Naturschutzgebiet (20,2 ha). Markierte Wanderwege führen aus allen Richtungen zum Berg. Von Weißenstadt oder Sparneck aus führen öffentliche Fahrstraßen bis zum Gipfelbereich.  Dort steht das Unterkunftshaus des Fichtelgebirgsvereins, das Waldsteinhaus. Von hier kann man dann einen Spaziergang durch den interessanten Gipfelbereich unternehmen. Die Schüssel eine kesselartige Vertiefung auf dem höchsten Felsen des Waldsteins, auf den nun die Besteigungsanlage führt, gab einst dem Felsen den Namen. Dieser Name übertrug sich auf den Aussichtspavillon, der 1851 vom Revierförster errichtet wurde, da der bayerische König Maximilian II. seinen Besuch angesagt hatte, aus Zeitgründen jedoch nicht auf den Waldstein kam.

Burgruine Rotes Schloss

Östlich gegenüber dem Waldsteinhaus erhebt sich eine mächtige Felswand mit den Resten der Umfassungsmauern der ehemaligen Hauptburg "Rotes Schloß", wegen seines damaligen Ziegeldaches so genannt. Durch die Burgpforte gelangt man über Steinstufen in den Innenhof, in dem sich früher verschiedene Gebäude (Torhaus, Wohnturm, Zisterne) befanden. Die Burg ist im 14. Jahrhundert von den Herren von Sparneck erbaut worden, im Hochsommer 1523 wurde sie vom Schwäbischen Bund zerstört.


Teufelstisch

Vor der Burgpforte ein mächtiger, nach oben sich erweiternder Felsblock mit ovaler Platte, der sagenumwobene Teufelstisch. Nach der Sage spiel(t)en die Teufel hier ihr wildes Kartenspiel.




Ehemalige Ostburg

Vor dem Aufgang zum Aussichtspavillon Schüssel sind die Mauerreste einer spätromanischen Kapelle (siehe Bild), die zur Ostburg gehörte. Am nordöstlichen Fuß des Schüsselfelsens befinden sich die Mauerreste der Ostburg, die um 1100 angelegt und um 1300 wegen Anlage der Hauptburg aufgegeben wurde. Bei Ausgrabungen wurden auch mehrere steinzeitliche Mikroklingen, Schaber und durchbohrte Anhängerfragmente aus Jurahornstein, der im Fichtelgebirge nicht vorkommt, gefunden. Es wird daher angenommen, dass es sich beim Waldsteingipfel um einen steinzeitlichen Rastplatz gehandelt hat. Gefäßscherben und Metallgegenstände, die zutage kamen, zeugen außerdem davon, dass zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert Befestigungsanlagen bestanden haben müssen. Ein mächtiger Felskoloss, welcher auf zwei übereinandergeschichteten Felsplatten liegt, auch Waagstein genannt, befindet sich 200 m östlich.

Bärenfang

200 m westlich vom Waldsteinhaus steht der Bärenfang, der urkundlich erstmals am 3.4.1656 erwähnt wurde. Das aus Granitquadern errichtete Gebäude diente als Raubtierfalle, nachdem im 30jährigen Krieg die Raubtiere im Fichtelgebirge überhand genommen hatten. Der gefangene Bär, der durch einen innen ausgelegten Köder angelockt wurde und dabei das Herabfallen der eisernen Gitter auslöste, musste lebendig beim Bayreuther Markgrafen abgeliefert werden.

 

 

Seehügel mit Seehaus

Der Berg im Schneebergmassiv 953 m ü.NN. Frühere Namen waren 1492 Farmleitten, dann Farenleutten, Farleite, Farnleiten, Hohe Farrenleithen, wobei meist der gesamte Süd-West-Hang so bezeichnet wurde, was soviel wie suchen oder nachstellen an einem Hang bedeutet. 1799 taucht erstmals der Name Seeberg auf, der Berg oberhalb des Fichtelsees. Am West-Hang bis an die jetzige Bundesstraße 303 fand schon frühzeitig Bergbau auf Zinn statt, ab 1757 im Zinnseifenwerk „Glückauf" und „Friedrich-Carls-Glück", mit Unterbrechungen bis 1827. 1762 wurde das erste Zechenhaus für die Bergarbeiter errichtet, an dessen Stelle nun das FGV-Unterkunftshaus Seehaus steht.

Nußhardt

Er ist der charakteristische Felsengipfel des Fichtelgebirges (Kerngranit und Gneis) und Naturschutzgebiet (5,5 ha). Auf dem Aussichtsfelsen befinden sich acht kleine, schüsselförmige Mulden im Granit: Druidenschüsseln! Unsere Vorfahren meinten, dies seien Opferschüsseln für heidnische Kulthandlungen gewesen. Heute wissen wir, das es sich um besondere Verwitterungsformen im Granit handelt. Bevor Sie auf den höchsten Felsen steigen, sollten Sie die "Nußhardtstube" besuchen. Sie ist eine verwitterungsbedingte Überdeckungshöhle, etwa 50 m lang. Nusser, Nosser, Nußhardt - wer deutet den Namen? Bereits im Jahr 1880 wurde durch die Sektion Fichtelgebirge des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins die ersten Treppen zum höchsten Punkt des Nußhardtfelsen (972 m ü.NN) errichtet "zur besseren Aussicht" auf Schneeberg, Ochsenkopf, zum Fichtelsee, zum Frankenjura, ins Kemnather Land. Der Nußhardt liegt zwischen dem Seehaus und dem Schneeberg am Höhenweg.

Haberstein

Auf einer Anhöhe (927 m ü.NN) befindet sich am Süd-West-Hang des Schneebergs das größte zusammenhängende Granitblockmeer des Fichtelgebirges, das als Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 12,9 ha ausgewiesen ist. Zwischen den Felsblöcken wächst der streng geschützte Tannenbärlapp. Der Haberstein liegt am Wanderweg von Bischofsgrün zum Schneeberg und begeistert auch durch seine schönen Fernsichten.


Fichtelgebirge

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