Erhard Ackermann

Erhard Ackermann

Der größte Sohn Weißenstadts ist zweifelsfrei Erhard Ackermann. Er entwickelte die maschinelle Steinschleifkunst, förderte damit den Absatz von polierten Steinplatten und Säulen und gab damals in karger Zeit vielen Menschen seiner Heimat Brot und Verdienst. 1813 geboren, ging er nach der Lehre auf Wanderschaft, wie es früher für Gesellen Vorschrift war und begegnete dabei auch in München König Ludwig I.. 1842 heiratete er. Der Zeit immer etwas voraus, entwickelte er sich zum welterfahrenen Geschäftsmann, der auf vielen Ausstellungen Preise und Auszeichnungen für seine Produkte gewann. Sein Betrieb wuchs und wuchs, später wurde daraus die Grasyma. Seine Werke zeugen noch heute in aller Welt von großartiger Weißenstädter Handwerkskunst. Er lieferte polierte Säulen, Stütz- und Brückenpfeiler, Durchlässe für Eisenbahnen, Platten und Postamente für Denkmale. Hier nur einige Städte und Länder, an deren Errichtung von Denkmalen er beteiligt war. Er verkaufte 27 Säulen für die Befreiungshalle Ludwigs I., 150 für die Kolonnaden in Karlsbad, 48 für das Dt. Kunstmuseum in Berlin, fürs Reichspostgebäude in der Hauptstadt, für das ethnologische Museum, für die Votivkirche in Wien und das kunsthistorische Museum dort, für das Königliche Palais in Belgrad, das Großherzogliche Schloß in Schwerin und, und, und…. Pfeiler und Stützbauten für die Eisenbahn-Ludwigslinie an der „Schiefen Ebene“, einen Monumentalbrunnen für Cincinnati in den USA, Brüstungen und Balustraden für die Belle-Alliancebrücke in Berlin und die Postamente für Denkmale in Augsburg (Hans-Jacob-Fugger-Denkmal, Kriegerdenkmal in Fronhof), in Landshut (Herzog Ludwig d. Reichen), in Asch, Komotau, Leitmeritz (je Kaiser Franz Josef), in Marienbad (Abt Reichenau), in Peking – China – (Vizekönig Li-Hu-Tschnang), in München (Max-Monument); in Frankfurt (Schillerdenkmal), in Coburg (Prinz Albert), Heidelberg (General Wrede), Budapest (Graf Szechenyi), Prag (Radezky), Venezuela (Bolivar)…, um nur einige zu nennen. Die Bautrupps aus Weißenstadt stellten diese Denkmale selbst in aller Welt auf. Hochdekoriert und über alle Maßen erfolgreich verstarb er 1880 in seiner Heimatstadt.

Christian Neuper

Christian Neuper

„Der Bildhauer“ wurde er in Weißenstadt genannt. Er besuchte in seiner Heimatstadt die Schule, verlor frühzeitig seinen Vater und erlernte bei Erhard Ackermann das Steinmetzhandwerk. Über Roth und Nürnberg kam er nach Berlin. 1896 besuchter er in Nürnberg die Kunstgewerbeschule, dann erprobte er sein Können in der Marmortechnik in Carara. In Deutschland erregte er schon frühzeitig mit seinen Arbeiten Aufsehen. Er gewann mehrmals den Preis der Schillerstiftung und errang viele Auszeichnungen in Italien. Seine nächsten künstlerischen Stationen waren Paris und England. Dort erhielt er drei englische Königspreise und Nationalbronzene Medaillen von der „Board of Education“ in London. Von 1914 bis 1918 wird er auf der Isle of Man zivilinterniert. Zurück in Deutschland wird er erster Leiter der neugegründeten Granitbildhauerschule in Wunsiedel. Er stellt später in München, Bamberg, Berlin und vielen anderen Orten aus, fertigt Denkmale, Grabplatten und Büsten. Ein wirklich berühmter Künstler, der seine Heimat Weißenstadt nie verleugnete. Einige Kostproben seiner Handwerkskunst sind in der Volkssschule Weißenstadt zu bewundern. Dort stehen Büsten von verschiedenen prominenten Persönlichkeiten Deutschlands.


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