Die Weißenstädter Thermalbohrung ist ein absoluter Erfolg !

Nach Beendigung der Bohrarbeiten konnten nun die ersten Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden. Und die haben es wirklich in sich, denn das nun erschlossene Thermalwasser erfüllt alle Voraussetzungen, um künftig als Heilwasser anerkannt zu werden.

Im August 2013 wurden die Bohrarbeiten begonnen und bis zum 06.12.2013 auf eine Endteufe von 1835 m niedergebracht und brachte folgende Fakten können mitgeteilt werden:

Die Weißenstädter Thermalbohrung ist...

  • mit 1.835 m die tiefste Bohrung Deutschlands, welche komplett im Granit abgeteuft wurde
  • die tiefste Thermalbohrung in Franken
  • über die gesamte Tiefe mit wasserführenden Klüften ausgestattet
  • stabil und standfest im Gebirge, so dass außer der mittels Stahlrohr gesperrten Strecke bis 327 m keine weitere Verrohrung notwendig sein wird.

Das Wasser der Weißenstädter Thermalbohrung tritt darüber hinaus artesisch aus der Bohrung aus (d.h. das Wasser steigt von selbst, ohne die Hilfe von Pumpen, bis zur Erdoberfläche auf). 

Das Wasser der Weißenstädter Thermalbohrung wird derzeit als Mischwasser aus allen Schichten mit einer Temperatur >22°C am Brunnenkopf und einer Menge >12.000 l/h gefördert. Damit ist es zur Anerkennung als Thermalwasser geeignet.

In der Tiefe von 1835 m hat das Wasser eine Temperatur von >53°C.

Das Wasser soll künftig, nach Sperrung der oberen Kaltwasser zuführenden Zonen, mit >35°C am Brunnenkopf gefördert werden.

Es weist darüber hinaus eine interessante Mineralisation auf, denn es ist mit einer Konzentration von >9mg/l, nach der Wilhelmina-Quelle in Bad Wiessee und der Chrysanti-Quelle in Bad Birnbach, eines der stärksten fluoridhaltigen Wässer in Deutschland. In Heilwässern ist der Fluoridgehalt bereits bei 1 mg/l staatlich anerkennungsfähig.

Insgesamt ist das Wasser mit mehr als 0,5 mg/l mineralisiert und zwar mit einer, für eine Granitgegend außergewöhnlichen Mineralisation, denn das Wasser ist sowohl salinar (Natrium, Chlorid) als auch schwefelhaltig (Sulfat, Hydrogencarbonat).

Es kann sich daher mit vielen Heilquellen Deutschlands und darüber hinaus (z.B. Bad Gastein) messen.

Die Stadt Weißenstadt ist daher stolz festzustellen, dass die Weißenstädter Thermalbohrung ein absoluter Erfolg ist!